Endlich ist es soweit! Seit die neue Jeep-Piste nach Lo Manthang führt, wollte ich noch einmal nach Mustang. Ich bin sehr gespannt zu erleben, wie sich die Region seit meinen ersten beiden Besuchen in den letzten 30 Jahren wohl verändert haben mag. Es scheint eine Ewigkeit seitdem vergangen zu sein - 1993 & 1997 - damals noch zu Fuß auf einer recht anspruchsvollen Trekkingtour.

Route Mustang Jeep-Tour Route von Pokhara nach Lo Manthang und zurück - die unterstrichenen Orte sind die Übernachtungsorte.

Meine dritte Reise nach Mustang schwirrte mir schon seit die ersten Auf und Davon Reisen-Kunden 2018 mit dem Jeep nach Mustang unterwegs waren, im Kopf herum. 2019 war schon verplant - es sollte von Südchina/Yunnan überland nach Zentraltibet und weiter nach Nepal gehen. Ab 2020 machte mir dann Corona einen Strich durch meine Reisepläne. Auch Anfang 2023 waren die Corona-Einreisebestimmungen für Nepal noch eingigermaßen restriktiv, so dass ich die Reise noch einmal zurückgestellt habe. Aber jetzt, im Mai 2024, sollte es dann endlich soweit sein und so habe ich die Reise gemeinsam mit zwei Freundinnen geplant.

Die Reiseroute ist durch die vorhandenen Jeep-Pisten weitgehend vorgegeben. Allerdings haben wir unterwegs etwas mehr Zeit eingeplant. Zum einen ging es uns um etwas mehr Zeit zum Akklimatisieren. Außerdem wollten wir gerne etwas mehr Gelegenheit haben uns  ausführlicher umzuschauen und die Umgebung etwas intensiver zu erkunden. Einen zusätzlichen Tag haben wir uns in Kagbeni gegönnt und auf dem Weg von Kagbeni hinauf nach Lo Manthang, außerdem in Lo Manthang selbst und für den zusätzlichen Besuch der entlegenen Luri Gompa, die inzwischen auch per Jeep zu erreichen ist.

Landeanflug in Doha Mit Qatar Airways gibt es eine Zwischenlandung in Doha auf dem Weg nach Kathmandu in Nepal

Von Düsseldorf aus haben wir eine ganz hervorragende Verbindung mit Qatar Airways über Doha nach Kathmandu gefunden. Früh am Morgen um 9.15 Uhr starten wir pünktlich und landen nach knapp sechs Stunden Flugzeit in Doha. Unterschätzt haben wir die knappe Umsteigezeit in Doha von einer Stunde und zehn Minuten. Im "Schweinsgallopp" geht es von dem einem Ende des Flughafens an das komplett andere Ende, wo wir schließlich ziemlich abgehetzt und schweißgebadet zu unserem Weiterflug ankommen. Nach weiteren vier Stunden landen wir schließlich kurz nach Mitternacht gegen ein Uhr in Kathmandu.

Von einem meiner nepalesischen Freunde werden wir vom Flughafen abgeholt und sogleich ins Mandala Boutique Hotel gebracht. Das liegt ganz zentral mitten im Thamel, den Touristenzentrum von Kathmandu, aber trotzdem ruhig in einer Seitenstraße etwa 200 m nördlich vom Chetrapathi Circle. Die Fahrt dorthin geht jetzt in der Nacht ohne den üblichen Rush Hour-Verkehr gottseidank ziemlich flott.

Froh endlich im Hotel zu sein wollen wir nur noch eine "Mütze" Schlaf tanken. Um neun Uhr sind wir allerdings schon wieder auf den Beinen, um noch etwas vom Frühstücksbuffet mitzubekommen. Dann erkunden wir erst einmal die unmittelbare Umgebung rund um's Hotel, denn es ist mein erstes Mal in diesem Hotel.

Fahrrad-Rikscha in Kathmamdu Der Fahrer wollte es unbedingt - uns alle drei zusammen in seiner Rikscha transportieren...

Dann wollen wir zum Dubar Square, dem großen Tempelplatz beim alten Königspalast. Inzwischen tobt der übliche Verkehrswahnsinn durch die Innenstadt von Kathmandu. Mit einer Fahrrad-Rikscha sollte es am schnellsten gehen. Da wir zu dritt sind halten wir nach zwei der urigen Gefährte Ausschau und werden schließlich fündig. Einer der Rikscha-Fahrer möchte jedoch lieber etwas mehr verdienen und meint im Brustton der Überzeugung, dass wir doch problemlos alle drei in seine Rikscha passen würden. Er überredet uns so nett, dass wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Ein wenig "gestapelt" sitzen wir in der einigermaßen überladenen Rikscha und schon geht die Fahrt los. Gottseidank geht es hauptsächlich leicht bergab...

Schon so oft war ich hier! Trotzddem komme ich immer wieder gerne her auf diesen schönen und lebhaften Platz mit all seinen beeindruckenden Tempeln. Herrlich, hier in einem  der zahlreichen Cafe auf einer Dachterasse zu sitzen und einfach nur zu schauen.

Zu Fuß geht es vom Dubar Square in einer halben Stunde genz gemütlich und bei herrlichem Sonenschein weiter nach Swayambunath, eine der großen buddhistischen Stupas im Kathmandu-Tal, die hoch auf einem Hügel thront. Der Ausblick von hier über die Stadt ist traumhaft.

Am nächsten Tag folgt dann noch der Besuch von Pathan, Pashupatinath und Baktapur. In meinen zahlreichen Nepal-Besuchen habe ich diese schönen Orte schon viele Male besucht. Aber meine Freunde sind das erste Mal hier und sollen wenigstens einen kleinen Eindruck von Kathmandu und dem Kathmandu-Tal bekommen.

Blick auf den Himalaya Auf der Fahrt zwischen Kathmandu und Pokhara gibt es immer wieder tolle Ausblicke auf den Himalaya aus der Ferne.

Eine lange Fahrt liegt vor uns. Das schlimmste Nadelöhr ist die Strecke aus dem Kathmandu-Tal hinaus und hinunter in die Ebene. Alleine dafür brauchen wir fast zwei Stunden. Wegen der vielen Baustellen haben wir Stau fast auf der gesamten Strecke. Auf den weiteren knapp 200 km nach Pokhara reiht sich immer noch Baustelle an Baustelle. Fast acht Stunden benötigen wir für die Fahrt und erreichen am späten Nachmittag endlich Pokhara. Normalerweise ist die Fahrt wirklich lohnenswert, denn immer wieder hat man bei klarem Wetter einen tollen Ausblick auf die Eisriesen des Himalaya im Norden. Jetzt im Mai gibt's da leider gar nichts zu sehen, denn jetzt im Mai ist dafür schon viel zu dunstig.

Guide Albi in Nepal Albi begleitete uns auf unserer Tour nach Mustang und war ein echter Schatz und kannte sich super gut aus.

Auf einem kurzen Zwischenstop in Pokhara laden wir Albi ein. Ab jetzt wird er uns als Guide auf unserer Fahrt nach Mustang begleiten. Er war schon viele Male dort und zwar sowohl auf Trekking- als auch auf Jeeptouren und kennt dort fast jede "Nase". Es gibt dort wohl kaum eine "Ecke", in der er noch nicht unterwegs war. Und wenn er etwas nicht kennt, dann setzt er alles daran es kennenzulernen, wenn es nur irgendwie möglich ist. Dann fragt er sich durch bis er schließlich weiß, wo es lang geht. Aufgeben scheint dabei für ihn keine Option zu sein. Ganz nebenbei ist er auch noch ein so liebenswerter und lustiger "Typ", dass es eine Freude ist mit ihm unterwegs zu sein und sich ihm viele Türen öffnen, die sonst eher verschlossen bleiben...

Blick auf Pokhara von Astam Blick am Abend vom Annapurna Eco Village Resort in Astam auf Pokhara

Von Pokhara aus geht es für heute auf unsere letzte kurze Fahretappe von ca. 20 km - nach Astam zu unserer Unterkunft im Annapurna Eco Village. Der kleine Ort und das Resort liegen etwas nördlich hoch oben auf einem Bergrücken in einer Höhe von ca. 1.600 m. Bei klarem Wetter ist der Blick von hier auf den Himalaya-Hauptkamm im Norden und Pokhara im Süden atemberaubend. Allerdings waren weder Albi noch unser Fahrer Roshen bisher hier gewesen, so dass wir erst mal suchen und uns durchfragen müssen. Als wir ankommen ist es schon fast dunkel. Aus der Ferne leuchten uns die Lichter von Pokhara entgegen und lassen erahnen, wie schön der Ausblick sein muss.

Früh mit den Hühnern stehen wir auf und schauen uns im Annapurna Eco Village Resort noch ein wenig um. Gestern Abend haben wir im Dämmerlicht ja nicht mehr viel sehen können. Was für ein schöner Garten, in denen die kleinen Häuschen mit den Zimmern verteilt sind.

Die Ausblicke von hier oben sind im frühen Sonnenlicht einfach nur phänomenal. Selbst jetzt bei wolkenverhangenem Wetter können wir uns kaum satt sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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